Unsere Materialiensammlung „Voluten und Fächerrosetten – Der Renaissancehimmel“ eröffnet einen neuen Blick auf die Ikonografie dieser Epoche. Sie zeigt, wie sich Baukunst und Ornamentik als Spiegel eines geordneten, symbolischen Weltbildes verstehen lassen – zwischen antiker Kosmologie, christlicher Glaubenswelt und der aufkommenden Wissenschaft.
Was Sie erwartet:
Eine interdisziplinäre Analyse ornamentaler Gestaltungselemente
Verbindungen zwischen Planetensphären, Tugenden und Lebensaltersstufen
Faszinierende Einblicke in die Zeit vor und nach der Kalenderreform
Zahlreiche Beispiele aus Architektur, Kunst und Astronomie
Die Sammlung richtet sich an Forschende, Denkmalpfleger:innen, Kunsthistoriker:innen.
Die drei Volutenarten sollen besser erklärt werden. Auch die Herleitung zum klassischem Säulensystem fehlt. Die C-Volute ist nicht ganz richtig dargestellt.
Der Abschnitt über die Voluten ist aus der Sichtweise der Renaissance geschrieben. Die Säulenordnung – dorisch, ionisch und korinthisch – wird auch gelegentlich an Renaissancehäusern angebracht. Die Volute spielt hier eine entscheidende Rolle. Dorisch ist sie bereits am Tryglyphenfries zu erkennen. Tryglyphe und Metope befinden sich im goldenen Schnitt. Die Aspekte für Feuer, Wasser, Luft, Erde und Äther sind bis zur dritten Verlängerung mit dem Zirkelschlag in der Volute ähnlich. Die Aspekte mit ihren platonischen Körperschnitten werden von der Spirale umrundet und stehen dabei nicht im goldenen Schnitt. Daraus kann folgend abgeleitet werden: Dorisch, in jeder Stunde werden den Geborenen ein Planetengott zugewiesen (von Saturn bis Mond). Da im Christentum sich die Namen geändert hatten, ging der Brauch zum Namenspatron über, der Geburtstag wurde vernachläßigt. Ionisch, innerhalb eines Tages (24 Kanneluren) kommen alle Aspekte zur Geltung. Es wird quasi ein Horoskop erstellt. Der Geborene trifft auf den Einfluß des Gottes. Der christlich Geborene trifft auf den Heiligen (C-Volute). Korinthisch, die Gottheit kann frei gewählt werden (S-Volute). Für die Antike gilt; ein frei gewählter Planetengott soll mein Schicksal bestimmen. Im Christentum wird das gesamte System geändert, eben wegen der freien Wahl der Götter.
2 Antworten
Die drei Volutenarten sollen besser erklärt werden. Auch die Herleitung zum klassischem Säulensystem fehlt. Die C-Volute ist nicht ganz richtig dargestellt.
Der Abschnitt über die Voluten ist aus der Sichtweise der Renaissance geschrieben. Die Säulenordnung – dorisch, ionisch und korinthisch – wird auch gelegentlich an Renaissancehäusern angebracht. Die Volute spielt hier eine entscheidende Rolle. Dorisch ist sie bereits am Tryglyphenfries zu erkennen. Tryglyphe und Metope befinden sich im goldenen Schnitt. Die Aspekte für Feuer, Wasser, Luft, Erde und Äther sind bis zur dritten Verlängerung mit dem Zirkelschlag in der Volute ähnlich. Die Aspekte mit ihren platonischen Körperschnitten werden von der Spirale umrundet und stehen dabei nicht im goldenen Schnitt. Daraus kann folgend abgeleitet werden: Dorisch, in jeder Stunde werden den Geborenen ein Planetengott zugewiesen (von Saturn bis Mond). Da im Christentum sich die Namen geändert hatten, ging der Brauch zum Namenspatron über, der Geburtstag wurde vernachläßigt. Ionisch, innerhalb eines Tages (24 Kanneluren) kommen alle Aspekte zur Geltung. Es wird quasi ein Horoskop erstellt. Der Geborene trifft auf den Einfluß des Gottes. Der christlich Geborene trifft auf den Heiligen (C-Volute). Korinthisch, die Gottheit kann frei gewählt werden (S-Volute). Für die Antike gilt; ein frei gewählter Planetengott soll mein Schicksal bestimmen. Im Christentum wird das gesamte System geändert, eben wegen der freien Wahl der Götter.